Blutegel
Spricht man vom Blutegel, hört man meist dasselbe: glitschig, schwarz, blutrünstig, einfach eklig. Aber, wie so oft bei Vorurteilen: sie stimmen so nicht! Blutegel sind farbig, elegante Schwimmer, ungefährlich und gar nicht eklig.
Das Wort "Egel" stammt übrigens von dem griechischen Wort echis = kleine Schlange. Bei den Germanen wurde das Wort "Blutegel" z. B. nahezu synonym mit dem Wort "Heiler" verwendet.
Die Blutegeltherapie zählt zu den ältesten Therapieformen der Welt überhaupt. Schon im alten China und in Indien wurden Blutegel vor einigen tausend Jahren mit Erfolg eingesetzt, aber auch in Europa gibt es schon eine längere Tradition der "Ausleitungstherapien".
Der Blutegel ist ein wechselwarmes Tier welches auf Temperaturunterschiede sensibel reagiert. Wen wundert es, da Entzündungen immer mit lokalen Temperaturerhöhungen einher gehen, dass die Blutegel instinktiv in diese Stellen beißen.
Die Wirkung der Blutegel geht weit über die lokale Blutentziehung und ihre entstauenden Effekte hinaus. Während des Saugens gibt der Blutegel Wirkstoffe ab, unter anderem Hirudin (gerinnungshemmend), Hyaluronidase, Apyrase, Kollagenase und Egline (entzündungshemmend, antiseptisch).
Indikationen zur Blutegeltherapie
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Venöse Stauungen und Venenentzündungen
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Angiopathie bei Diabetes mellitus (nicht insulinpflichtig)
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Arthrose
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Mukselverspannungen und Myalgie
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Verstauchungen und Zerrungen
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Tinnitus
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Kopfschmerzen
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Furunkel, Karbunkel, Abszess
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Angina pectoris
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Apoplexie
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Herpes zoster
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Hypertonie





